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Reading List Venture Capital Investments in Deutschland

von Martin Spindler

Lange Zeit galten Deutsche Startups als die Könige der Kopie. Ob der Ebay-Klon oder die Kopie von Facebook: alles, was in den USA Erfolg versprach, wurde hier schnell auf die Straße gebracht. Und das war zuletzt häufig E-Commerce. Doch der Fokus der Deutschen Startup-Landschaft verschiebt sich. Und zwar hin zu Deep Tech, wie der Economist beobachtet.

The Economist: A new breed of German startups – Taking off

Teil dieser Geschichte ist natürlich auch die Kapitalverfügbarkeit. Nachdem Startups auch hierzulande gezeigt haben, dass man erfolgreich skalieren kann, findet sich auch mehr Risikokapital, dass bereit ist, in Startups zu investieren. Und die tradierten Corporates wachen auf. Bestes Beispiel: Allianz X, der Corporate Venture Capital Fond der Allianz, wurde auf 1 Mrd. Euro erhöht:

TechCrunch: German insurance giant Allianz increases its VC fund to $1.1 billion

Solche Summen kann sicherlich nicht jedes Unternehmen aufbringen, jedoch sind die Kapitalflüsse in Startups deutscher Schlüsselindustrien dramatisch angestiegen, aber Deutsche Unternehmen partizipieren kaum: weder auf der Investoren- noch auf der Startup-Seite. Bestes Beispiel: Mobilität. Hier flossen im letzten Jahr knapp 28 Mrd. Euro Risiko-Kapital. Nur ein Bruchteil davon entfiel auf die Auto-Nation.

Handelsblatt: Mobilitäts-Start-ups nehmen Milliarden an Risikokapital ein

Ungeachtet dessen steigen die Investitionen in Startups rasant. Im Kalenderjahr 2018 wurden global mehr als 250 Mrd. Euro in Startups investiert. Auch hier zeigt sich, dass klassische Industriedomänen wie BioTech und Automotive rasant wachsen – ergänzt natürlich um das in 2018 nicht wegzudenkende Schlagwort /Künstliche Intelligenz./

Gründerszene: Venture Capital 2018: Rekordjahr für Investoren und Startups

Über den Autor

Martin Spindler unterstützt unsere Kunden bei strategischen Fragestellungen der Digitalisierung. Er hat extensive Startup-Erfahrung und war zuletzt Gründer eines Strategieberatungs-Netzwerkes, welches sich auf die Auswirkungen des Internets der Dinge auf Geschäftsmodelle, Produktarchitekturen und Unternehmensstrategie konzentrierte. Martin versteht sich auf die Identifizierung struktureller Marktveränderungen und darauf bauenden Gestaltungsspielräumen. Er studierte Politikwissenschaften, Volkswirtschaftslehre und Islamwissenschaften an der Universität Heidelberg.

 

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