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VC wächst in Europa weiter

Der WeWork und Uber-Narrative widersprechend steigen die Finanzierungsvolumen für Startups weiter. Vor allem in Europa und Deutschland wird mehr investiert. KPMG attestiert: 2019 war sogar ein Rekordjahr, mit knapp 7 Mrd. Euro Risikokapital, das in Deutschland investiert wurde.

KPMG: 2019 Rekordjahr für Risikokapital in Deutschland und Europa

Startups beschäftigen in Berlin rund 78.000 Menschen

Welche Effekte dieses Investment haben kann, zeigt eine vom Berliner Senat beauftragte Studie. Knapp 3000 Startups beschäftigen in der Stadt rund 78.000 Menschen, knapp 5% aller Angestellten, und sind somit veritabler Wirtschaftsfaktor geworden.

 Berliner Start-ups schaffen 19.000 neue Jobs 

Tesla ist VW 6 Jahre voraus 

Wie fatal der Fokus auf die falsche Narrative sein kann zeigt indes Tesla, welches ja knapp außerhalb Berlins ein neues Werk bauen will. Während von deutschen Herstellern oft aufgrund der Toleranzen beim Spaltmaß belächelt, rennt der Autobauer aus Kalifornien technologisch weit vorneweg. 6 Jahre Technikvorsprung sollen es laut Toyota sein, die jüngst ein Model 3 auseinandernahmen.

Futurezone: Tesla Model 3 zerlegt – Technologie ist Schock für deutsche Autobauer

Gefährlich wird es, wenn sich die Annahmen ändern

Man sollte vorsichtig sein, wenn man ein aktuelles Unternehmen mit Blackberry vergleicht, dem Vorzeigekandidaten für verschlafene Disruption. Aber Steven Sinofsky zeigt in diesem mittlerweile 6 Jahre alten Artikel dass es vor allem Veränderungen in den Grundannahmen, die Unternehmen über einen Markt haben (z.B. Spaltmaße sind wichtiger als Chips), sind die technologische Disruption so brandgefährlich machen.

Steven Sinofsky: Disruption and woulda, coulda, shoulda

 

Über den Autor
Martin Spindler unterstützt unsere Kunden bei strategischen Fragestellungen der Digitalisierung. Er hat extensive Startup-Erfahrung und war zuletzt Gründer eines Strategieberatungs-Netzwerkes, welches sich auf die Auswirkungen des Internets der Dinge auf Geschäftsmodelle, Produktarchitekturen und Unternehmensstrategie konzentrierte. Martin versteht sich auf die Identifizierung struktureller Marktveränderungen und darauf bauenden Gestaltungsspielräumen. Er studierte Politikwissenschaften, Volkswirtschaftslehre und Islamwissenschaften an der Universität Heidelberg.

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