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Back To Business

Von Hannah Rákoshegyi

Wie kann der Neuanfang nach der Corona Krise gelingen?

In den vergangenen Wochen haben wir viele intensive Gespräche mit unseren Kunden geführt und auch bei uns tauchte vermehrt die Frage auf, wie Unternehmen die ersten Schritte zurück in den Alltag und den reibungslosen Übergang schaffen können. Wie können Ängste von Mitarbeiter*innen gelindert werden? Wann ist der beste Zeitpunkt dafür?

Diese Fragen wird kein Unternehmen allein beantworten können. Hierfür braucht es die gemeinsame Diskussion, den Austausch über Herausforderungen und Best Practice und vor allem die Definition gemein gültiger Minimalstandards. Zusammen mit unserer Konzernschwester StepStone, sind wir daher in die Initiative gegangen und haben gemeinsam erste Foren zum Austausch geschaffen. Auch wenn wir gerade noch nicht wissen wann – wir müssen wissen, wie wir vorgehen werden und wir brauchen „Safer Work“ auf dem Weg „Back to Business“ – so lautet das Credo. 

„Gesundheit und Wirtschaft dürfen nicht in eine Pseudo-Widersprüchlichkeit gelangen“

Am Mittwoch den 08. April startete mit „Back to Business“ eine erste öffentliche Brainstorming Session mit Christoph Keese, im virtuellen Think Tank. Gemeinsam mit knapp 90 Teilnehmer*innen, aus verschiedensten Branchen und Positionen wurden Probleme, Erfahrungen und Ideen für den Neustart generiert und diskutiert. „Gesundheit und Wirtschaft dürfen nicht in eine Pseudo-Widersprüchlichkeit gelangen, wir müssen versuchen beides zu bestreiten. Wir müssen die Ansteckungsgefahr reduzieren und die Wirtschaft gleichzeitig vor dem Kollaps bewahren.“ ermutigt Christoph Keese die Teilnehmer*innen. Die Ungewissheiten waren spürbar aber auch der enorme Tatendrang und das Bedürfnis zusammen Impulse zu entwickeln, die zu Antworten führen. Dabei ging es konkret um die fünf Bereiche: Transport, Arbeitsplatz, Umfeld, Bildung und Kommunikation. Wie wäre es beispielsweise, über einen sicheren Arbeitsweg, durch Car-Sharing-Gutscheine für Mitarbeiter*innen nachzudenken? Wie wären Fieber Schnelltests, die Verwendung der Corona-App oder spontane Kinderbetreuung im Unternehmen? „Die Aids Epidemie in den 80er Jahren brachte Safer Sex, Corona bringt uns Safer Work“ sagt Christoph Keese. Diese Analogie soll zeigen: wir müssen Arbeit sicher machen anstatt sie abzuschaffen. 

Das Glätten der kollektiven Sorgenfalte

Am Donnerstag den 9. April veranstaltete StepStone den Digital HR Talk mit StepStone CEO Dr. Sebastian Dettmers, bei dem Christoph Keese als Gast die Ideen des Think Tanks vom Vortag einbrachte. „Niemand will der erste sein“ erklärt Sebastian Dettmers, den  Teilnehmer*innen, deshalb muss es bestenfalls einen einheitlichen und transparenten Weg für alle Unternehmen geben. Auf einem turbulenten Flug, in einem Flugzeug ohne Fenster, würde Panik ausbrechen, denn die Menschen suchen nach dem Boden unter ihnen und nach Orientierung, klar. „Je mehr Transparenz und Orientierung wir schaffen können, desto besser ist es“ erklärt Christoph Keese.

Let’s run for a better future.

Aber nicht nur Transparenz, Orientierung, die Maßnahmen und der Umgang mit der Krise im Hier und Jetzt spielen für den „Back to Business“ Plan eine Rolle, sondern auch der Blick in die Zukunft. Der Aktionismus vieler Unternehmen prägt unsere aktuelle Zeit und zeigt, dass wir in der Lage sind, in Krisen zu agieren. Es zeigt uns aber auch, wie unvorstellbar die Situation noch vor kurzer Zeit für uns war und wie unvorbereitet wir tatsächlich sind. Aus diesem Grund besteht die unternehmerische Herausforderung darin, die Zukunft stärker in den Blick zu nehmen und sich auf eine Zeit nach Corona vorzubereiten. „Wir müssen bestimmte Dinge, die wir heute für unvorstellbar halten, antizipieren.“ verlangt Sebastian Dettmers und warnt davor, vor mangelnden Verfügbarkeiten zurückschrecken. Momentan heißt das vor allem: Planung, Organisation und erste Umsetzungen der Maßnahmen. 

Die Initiative „Back to Business“ und die gemeinsame Diskussion der vielen Fragen sind nach wie vor eine Herausforderung die noch nicht bewältigt ist. Auch wenn die ersten Reaktionen aus der Regierung langsam kommen, auf das Startsignal, das uns zurück in den Arbeitsalltag sprinten lässt werden wir noch ein wenig warten müssen. Doch bestenfalls stehen wir dann alle gewappnet, mit den gleichen Maßnahmen in den Startlöchern mit einem gemeinsamen Ziel: „Safer Work“. 

Hier finden Sie die Ergebnisse des „Back to Business“ Think Tanks.

 

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