Wie hybride Geschäftsmodelle bei der Siemens Stiftung wirtschaftliche Tragfähigkeit und gesellschaftliche Resilienz verbinden
In dieser Folge spricht Anne Schlösser mit Dr. Nina Smidt darüber, wie die Siemens Stiftung als unabhängiger Akteur soziale Innovationen in den Feldern Grundversorgung, Digitalität und Klima vorantreibt und wie sich der „Return on Innovation“ nicht monetär, sondern durch gesellschaftliche Resilienz und Chancengerechtigkeit definiert.
Im Gespräch geht es um die Verbindung von Technologie und Unternehmertum zur Lösung globaler Herausforderungen und darum, wie Stiftungen als „Do-Tank“ Transformation aktiv mitgestalten. Am konkreten Beispiel des eigens gegründeten Sozialunternehmens WeTu in Kenia wird deutlich, wie hybride Organisationsformen lokale Märkte für Wasser, Energie und E-Mobilität erschließen und dabei wirtschaftliche Skalierbarkeit mit sozialem Mehrwert verbinden,. Nina erklärt, wie wichtig dabei der integrierte Ansatz ist, um robuste lokale Ökosysteme zu schaffen, und wie im Bildungsbereich – etwa im Berliner MINT Hub – durch Open Educational Resources und Robotik neue Kompetenzen für die digitale Welt entstehen. Außerdem geht es um die Hürden bei der Skalierung sozialer Innovationen, die oft im Pilotstatus verharren. Abschließend blickt Nina auf die notwendigen Rahmenbedingungen und macht klar, dass langfristige Finanzierungsmodelle sowie eine stärkere Kollaboration zwischen Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft nötig sind, um systemische Veränderungen nachhaltig zu verankern.
Über den Gast
Dr. Nina Smidt ist seit April 2020 geschäftsführende Vorständin und Sprecherin des Vorstands der Siemens Stiftung, wo sie die Organisation strategisch auf Innovation und gesellschaftliche Transformation ausrichtet. Zuvor war sie viele Jahre im internationalen Wissenschafts- und Stiftungsmanagement tätig, unter anderem in den USA und Deutschland für die ZEIT STIFTUNG BUCERIUS.