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Von grünen Schwänen

Letztes Jahr hat unser CEO Christoph Keese an dieser Stelle über sogenannte „Black Swan Events“ geschrieben. Dabei handelt es sich um Ereignisse mit weitreichenden Folgen, die unerwartet eintreten und daher in ihrer Wahrscheinlichkeit kaum vorhersehbar sind. Im Jahr 2020 bewahrheitete sich jedoch ein solches Event in Form einer globalen Pandemie, die uns seitdem in unserem Alltag begleitet. Ich möchte dieses Jahr die Schwan-Analogie weiterführen und auf das Risiko von „Green Swan Events“ hinweisen.  

Anfang 2020 warnte die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich davor, dass der fortschreitende Klimawandel eine systemische Finanzkrise auslösen könnte – ein sogenanntes „Green Swan Event“. Im Gegensatz zu schwarzen Schwänen ist die Frage nicht, ob ein solches Ereignis auftritt, sondern wann und in welcher Intensität. Auch wären die Folgen weitaus komplexer und könnten unvorhersehbare Kettenreaktionen und immense Schäden auslösen. „Green Swan Events“ sind radikal und erfordern neue Politikansätze und verbessertes Risikomanagement, aber eben auch ein Umdenken in der Wirtschaft und bei jedem Einzelnen von uns. 

Ich frage mich, weshalb Investoren weiterhin hunderte Millionen von Euros in Geldverbrennungsmaschinen alias Gorilla und Co. stecken. Ich frage mich, ob ein Fußabdruck von 30 kg CO2 pro NFT-Transaktion die kurze Freude an virtuellen Kunstwerken rechtfertigt. Und ich frage mich, was jeder Einzelne von uns tun kann. Ich persönlich möchte im Jahr 2022 meine Finanzen umstrukturieren – nicht basierend auf Exklusionskriterien, sondern auf positivem Impact. Und ich wünsche mir, dass wir langfristiger planen und den Einfluss unserer Handlungen und unseres Konsums auf Klima und Gesellschaft berücksichtigen.  

Was mich aufatmen lässt? Dass im Jahr 2021 gleich mehrere neue Impactfonds und Business Angels emporgeschossen sind und sich Start-ups mit nachhaltigem Geschäftsmodell auch unter klassischen VCs immer größerer Beliebtheit erfreuen. 

Trends 2022

  • Datenbasierte Emissions Tracking Tools
  • Carbon Capture und Storage Technologien
  • Alternative, nachhaltige Materialien wie Kleidung aus Meeresalgen