In dieser Folge spricht Heike Löffler mit Philipp Wehn, Co-Founder und CEO von Nexxa.ai, darüber, wie spezialisierte KI in der Schwerindustrie echten Geschäftsnutzen liefern soll und warum er sein Unternehmen im Silicon Valley gegründet hat und jetzt auch in Deutschland ein Team aufbaut.
Im Gespräch geht es um das Geschäftsmodell von Nexxa.ai, das Softwarelizenzen mit beratungsnaher Umsetzung durch Applied AI Engineers beim Kunden verbindet, und um die Frage, warum Philipp darin einen Schutz gegen Feature-Rollouts großer KI-Anbieter sieht. Zudem beleuchtet er, wie sich Mitarbeitende für KI aktivieren lassen, warum Firmen, die früh mit KI im großen Stil gestartet sind, nach seiner Beobachtung kaum einzuholen sind und weshalb sich der Venture-Capital-Markt wieder für Hardware und Deep Tech interessiert.
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Standort. Philipp erklärt, warum aus seiner Sicht nichts an die Geschwindigkeit und Größe des Silicon Valley herankommt und welche Stärken er in der deutschen Technologiekultur sieht, etwa bei angewandter KI, Robotik und Space.
Abschließend gibt Philipp im Innovationsbarometer der deutschen Heavy Industry 3 von 5 Punkten, hält Kerninnovation im bestehenden Geschäft für mindestens so wichtig wie neue Geschäftsfelder und nennt als wichtigste Zutat für Wachstum durch Innovation: Mut.
Über den Gast
Philipp Wehn ist Co-Founder und CEO von Nexxa.ai, einem KI-Unternehmen für die Schwerindustrie mit Sitz im Silicon Valley. Nexxa.ai entwickelt spezialisierte KI-Agenten und Multi-Agenten-Systeme für Branchen wie Schiene, Bau und Fertigung und hat bisher rund 14 Millionen US-Dollar eingesammelt. Zuvor arbeitete Philipp knapp zehn Jahre in der Industrie, unter anderem im Bahn- und Gebäudemarkt, zuletzt bei Siemens.