In dieser Folge spricht Anne Schlösser mit Tim Schuster, Gründer und CEO der Humanizing Group, darüber, wie sich Robotik im öffentlichen Raum wirtschaftlich betreiben lässt und welche zwei Fragen er jedem Roboter stellt.
Im Gespräch geht es um die Gesellschaftsrobotik, also Roboter, die im öffentlichen Raum sichtbar sind und mit Menschen interagieren, und um die Frage, warum Tim diesen Markt spannender findet als die klassische Industrierobotik. Tim erklärt, nach welchen Kriterien Humanizing Geräte und Hersteller bewertet und warum zu einem Roboter ein langfristiger Servicevertrag gehört. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Hype um humanoide Roboter: Tim ordnet ein, wo er heute Geschäftspotenzial sieht, ob ein Roboter überhaupt humanoid sein muss und warum er erst bei kommerziell einsetzbaren Lösungen einsteigen will. Zudem beleuchtet er, wie Humanizing die Software für Humanoide zu interaktiven KI-Avataren auf Bildschirmen weiterentwickelt hat und wie das Unternehmen zunehmend mit KI-Agenten arbeitet. Abschließend geht es darum, warum Tim aus dem Sauerland heraus und ohne Venture Capital wächst und weshalb er Timing und Durchhaltevermögen für die wichtigsten Zutaten von Wachstum hält.
Über den Gast
Tim Schuster ist Gründer und CEO der Humanizing Group, einer Technologieholding für Robotik und KI mit Sitz in Olpe. Er begann 2014 mit dem Vertrieb von Telepräsenzrobotern über FernArbeiter.de. Heute gehören zur Gruppe Humanizing Technologies, ein Softwareunternehmen für interaktive KI-Avatare, und Roboterly, seit 2019 der operative Arm für Servicerobotik in Deutschland und der Schweiz. Tim baut das Geschäft ohne Venture Capital auf.